Worauf Sie bei Ihrem Hautcheck achten sollten.
Hautchecks retten Leben
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 233 000 Menschen an Hautkrebs, darunter rund 24 000 an malignen Melanomen. Durch regelmäßige Hautchecks können bösartige Veränderungen frühzeitig erkannt und dadurch besser behandelt werden. Trotzdem untersucht mehr als ein Drittel der Bevölkerung (35 %) die eigene Haut seltener als einmal im Jahr – oder sogar nie – auf Auffälligkeiten.
Auffälligkeiten frühzeitig erkennen
Das maligne Melanom ist die gefährlichste Form des Hautkrebses. Regelmäßige Kontrollen helfen, erste Anzeichen frühzeitig zu erkennen. Nutzen Sie daher das Hautkrebsscreening: Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch darauf. Kontrollieren Sie zusätzlich Ihre Haut auch selbst – am besten mit einer vertrauten Person, die einen Blick auf schwer einsehbare Stellen werfen kann.
Hautcheck nach der ABCDE-Regel
Am besten eignet sich für den Haut-Selbstcheck die ABCDE-Methode. Ziehen Sie sich dazu zunächst ganz aus. Untersuchen Sie dann alle Pigmentmale an Ihrem Körper nach der ABCDE-Regel beziehungsweise lassen Sie diese von einer vertrauten Person untersuchen. Die Regel hilft bei der Unterscheidung harmloser Muttermale von evtl. bösartigen Hautveränderungen.
A wie Asymmetrie
Der Buchstabe A steht für Asymmetrie. Als auffällig gelten hier Pigmentmale, die weder rund noch oval, sondern ungleichmäßig geformt sind.
B wie unregelmäßige Begrenzung
Sind die Ränder des Pigmentmals unscharf, verwaschen oder ausgefranst? Wenn ja, sind diese Pigmentmale ebenfalls verdächtig.
C wie Colorit
Ist das Hautmal ungleichmäßig gefärbt? Das ist ebenfalls verdächtig. Schauen Sie also genau hin, ob Sie Pigmentmale haben, die vielleicht mehrere Farbtöne aufweisen.
D wie großer Durchmesser
Haben Sie ein Muttermal, das an der größten Stelle einen Durchmesser von mehr als fünf Millimetern hat? Dann ist das Mal auffällig groß und sollte von einem Arzt oder einer Ärztin genauer untersucht werden.
E wie Entwicklung oder Erhabenheit
Achten Sie hier zunächst auf Pigmentmale, die mehr als einen Millimeter über die Hautoberfläche hinausragen. Zusätzlich sollten Sie aber auch darauf achten, ob Sie Pigmentmale haben, die sich in ihrem Aussehen verändern bzw. entwickeln. Damit sind zum Beispiel Pigmentmale gemeint, die sich in ihrer Farbe, Form, Größe oder Oberlächenbeschaffenheit verändern.
Weitere Merkmale, auf die Sie achten sollten
Wenn Sie die ABCDE-Regel befolgt haben, haben Sie Ihre Pigmentmale schon nach den wichtigsten Auffälligkeiten untersucht! In Ergänzung dazu können Sie noch prüfen, ob Sie Pigmentmale haben, die jucken oder bluten. Auch diese beiden Merkmale können Anzeichen für bösartige Veränderungen sein und bedürfen daher einer ärztlichen Abklärung.
Ärztliche Hilfe suchen
Haben Sie Auffälligkeiten an Ihren Pigmentmalen entdeckt? Lassen Sie diese zeitnah ärztlich untersuchen. Je früher Hautkrebs erkannt wird, umso besser lässt er sich in der Regel behandeln. Denken Sie bei der Hautkrebsprävention neben dem Selbstcheck auch immer an ausreichenden Sonnenschutz und nutzen Sie das ärztliche Hautkrebsscreening.
Tipp: Der Vorsorg-O-Mat informiert Sie über das Hautkrebsscreening und zeigt Ihnen, welche weiteren Früherkennungsuntersuchungen für Sie sinnvoll sind.