Ratgeber Knie-OP

Wann sie nötig ist und wie Sie die richtige Klinik finden.

Alarmierende Zahlen

Arthrose zählt zu den häufigsten chronischen Krankheiten in Deutschland. Das Kniegelenk ist besonders oft betroffen, da es im Laufe der Jahre starken Belastungen ausgesetzt ist. Etwa ab dem 40. Lebensjahr tritt die Kniearthrose vermehrt auf und ist der häufigste Grund für einen Kniegelenksersatz.

Ursachen

Bei einer Knie­arthrose nutzt sich der schützende Knorpel im Knie­gelenk ab. Die Folge: Knochen reibt auf Knochen und ver­ur­sacht Schmerzen. Zusätzlich kann sich der Knochen ver­formen und dabei Menisken, Sehnen und Bänder schädigen.

Warnsignale

Erst schmerzt das Knie nur beim Laufen. Doch die Beschwerden können sich zu einem Dauer­schmerz ent­wickeln – auch ohne Belastung. Die Krank­heit schreitet meist lang­sam voran und kann unter­schied­liche Verläufe haben.

Verlauf

Bei Dauerschmerzen kann das Knie­gelenk bereits stark ge­schä­digt sein. Es kann sich geschwollen und warm anfühlen. Bildet sich ein Gelenk­erguss, also Wasser im Knie, spricht man von einer „aktivierten Gonarthrose“.

Behandlung

Zeigt ein Patient oder eine Patientin Beschwerden und wird anhand von körper­licher Unter­suchung und Röntgen­bildern eine Knie­gelenks­arthrose als Ursache fest­gestellt, besprechen Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient die Behandlungs­möglich­keiten. Kommt ein Gelenk­ersatz infrage, werden die Vor- und Nach­teile des Ein­griffs erörtert. Nicht jede Arthrose erfordert einen Gelenk­ersatz. Oft helfen schon Maß­nahmen wie Bewegungs­therapie oder Gewichts­abnahme.

Der Weg zur Knie-OP

Ein Gelenkersatz ist meist erst sinnvoll, wenn kon­ser­vative Behand­lungen nicht mehr helfen und die Lebens­qualität leidet. Ent­scheiden sich Ärztin oder Arzt ge­mein­sam mit Patientin oder Patient für eine Total-Endo­prothese oder eine Teil-Endo­prothese, ist der Weg für eine OP geebnet.

So läuft eine Knie-OP ab

Zunächst wird die beschä­digte Gelenk­fläche entfernt und der Knochen mit Spezial­instrumenten für die Prothese vor­bereitet. Nach dem Ein­setzen von Probe­implan­taten zur Funktions­über­prüfung werden die end­gültigen Prothesen­teile – Metall­teile an Ober- und Unter­schenkel sowie ein Kunststoff-Inlay – fixiert.

Nach der OP

Nach der OP bleibt man 4 bis 7 Tage im Kranken­haus, gefolgt von einer wichtigen Reha-Phase. Schwellungen und Schmerzen klingen langsam ab und die Muskulatur ist meist nach etwa 6 Wochen wieder so erholt, dass sie dem Gelenk Halt bieten kann.

So geht’s weiter

Nach 2 bis 3 Monaten sind Arbeit und gelenk­schonender Sport wieder möglich. Die Halt­barkeit des künst­lichen Knies hängt auch vom eigenen Ver­halten ab: Aktive Rehabi­li­tation und regel­mäßige Bewegung fördern die Funktion und Lang­lebigkeit des Gelenks.

Die richtige Klinik

Deutschland­weit führen rund 900 Kliniken Knie-OPs durch, doch die Qualität variiert stark. Das Wissen­schaft­liche Institut der AOK (WIdO) hat gemein­sam mit Ärzten und Ärzt­innen ein Ver­fahren ent­wickelt, das die Qualität der Opera­tionen bewertet. Es heißt QSR (Qualitäts­sicherung mit Routine­daten) und hilft bei der Kranken­hauswahl.

AOK-Krankenhaussuche

Der AOK-Gesund­heits­navigator zeigt aktuelle Klinik­daten und be­wertet die Qualität mit Lebens­bäumen: drei für über­durch­schnitt­liche, zwei für durch­schnitt­liche, einer für unter­durch­schnitt­liche Qualität. Jetzt Klinik­qualität prüfen!

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Veröffentlicht am 07.04.2025
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