
Tempel, Torii und ein Hauch Kimono-Zauber
Der erste Anblick ließ uns verstummen. Kinkaku-ji, ganz in Gold, lag da wie hingehaucht auf das stille Wasser. Selbst die Wolken schienen anzuhalten, um zuzusehen.
Dann die Torii. Orange, endlos, Schritt für Schritt bergauf. Zwischen den Säulen fiel Licht in Streifen auf den Boden, fast wie ein stiller Herzschlag des Ortes.
Wir blieben länger am Teich stehen. Der Pavillon veränderte sich mit jedem Windhauch im Wasser, schwarz-weiß unten, Gold oben, als würde er atmen.
Im rosa Kimono, Haare hochgesteckt, hielt sie ihr Handy hoch, vor einer roten Tür im Grün. Dieses Bild trägt alles, was Kyoto für uns bedeutete, in sich.