Bis an den Rand der Welt

Forschungsexpeditionen zu den spektakulärsten Orten der Erde

Seit 20 Jahren bricht der Wissenschafts­journalist Lars Abromeit für das Magazin GEO gemein­sam mit Forschungs­teams in die Ferne auf: zu Himalaya-Gipfeln und einsamen Regen­wald­inseln, in die Polar­gebiete, in riesige Höhlen­systeme und in die Tiefsee. Das Ziel dieser Expedi­tionen: Sie helfen, Erkennt­nisse zu gewinnen, die nur an extremen Orten zu finden sind, aber uns allen zugutekommen.

TIEFSEE-MISSION IM ATLANTIK

Haltlose Dunkelheit, kaltes Wasser, extremer Druck: Welche Ge­schöpfe ver­bergen sich in der Tief­see, dem größten Lebens­raum der Erde? Eine Tauch­boot-Expedition im Atlantik führt zu ihnen hinab.
Kaum ein Dutzend Forschungs­tauch­boote auf der Welt sind imstande, in licht­lose Schichten des Ozeans vorzu­dringen. Eines davon: die »Lula 1000« der Rebikoff-Niggeler-Stiftung. Vor Madeira bricht sie zu einer Mission in 1000 Meter Tiefe auf.
Mehr als 250 Tauchgänge haben Joachim und Kirsten Jakobsen mit ihrer Tauch­kapsel »Lula 1000« bereits unter­nommen. Die kuppel­för­mige Cockpit­scheibe, ihr größter Stolz, gewährt uns kristall­klare Einsichten in die Welt der Tiefsee.

DAS HIMALAYA-EXPERIMENT

Dünne Luft, jeder Schritt eine Qual. Was geschieht, wenn dem Körper der Sauer­stoff ausgeht? Ein Team aus Ärzten und rund 40 Test­per­sonen wagt in Nepal dafür einen einzig­artigen Test. Die Mission: auf 7000 Meter Höhe Er­kennt­nisse für die Inten­siv­medizin in unseren Kranken­häusern zu gewinnen.
Zehn Schritte. Pause. Luft holen, warten. Zehn wei­tere Schritte. Den Ruck­sack justieren. Wieder Luft schöpfen … Keuchend, aber erleichtert erreichen fast alle Pro­banden den schma­len Glet­scher­balkon des Camp 2.
Wie die Raumstation auf einem Eis­planeten leuchtet das Camp 2 der Expedition auf den Gletschern des Himlung Himal: ein Refu­gium, 6100 Meter über dem Meer. Zu hoch, um hier Tief­schlaf zu finden. Nachts stockt der Atem. Und in der Ferne tosen Lawinen.

COIBA: INSELN JENSEITS DER ZEIT

Coiba, einsamer Archipel im Pazifik vor Panama, ist ein Glücks­fall des Lebens – weil die Inseln für Men­schen lange die Hölle waren: eine abge­schottete Straf­kolonie. Die Natur hat sich dadurch ungestört eigen­ständig entwickelt.
Echsen-Reich: Grüne Leguane gelten weltweit als zähe, flexible Insel­besiedler. Auch durch das Dickicht Coibas ziehen zahlreiche Exem­plare. Sie werden bis zu zwei Meter lang – sind aber harmlos. Am liebsten fressen sie Blätter und Früchte.
Ostpazifische Rifffische sind Revier­könige. Andere Ozeane? Haben die wenigsten Arten sich je erschlossen. Auch der seltene Hecht­schleim­fisch Mccoskerichthys sandae hält sich nur hier in Korallen­blöcken versteckt.
Rastplatz der Wanderer: Mehr als 20 Wal- und Delfinarten durchstreifen den Archipel. Zwischen Juli und Oktober machen die Buckelwale aus Nord und Süd vor den Inseln Station – und bringen im Schutz der Buchten ihre Jungen zur Welt.

SPITZBERGEN: AM WELTRAND BRENNT NOCH LICHT

In Ny-Ålesund, dem letzten Ort vor dem Nordpol, fühlt eine Dorf­gemein­schaft der Arktis den Puls. Im Winter, bei monate­langer Dunkel­heit, hält sie Wache – für die Klima­forschung. Und für uns alle.
Himmelsdaten zur Wetter- und Klima­prognose: Seit fast 30 Jahren schicken Fachleute der deutsch-französischen Station Awipev jeden Tag um 12 Uhr einen Wetter­ballon in die Atmosphäre, bis zu 30 Kilo­meter hoch. Eine Funk­sonde sendet die Mess­werte zum Boden.

TEPUI - ABSTIEG INS REICH DER LEBENDEN STEINE

Die mysteriösen Tafel­berge Venezuelas sind Zeugen der Urzeit. In ihrem licht­losen Unter­grund stößt ein Forschungs­team nun auf jahr­tausende­alte Wesen aus Quarz­kristallen: Hätte das Leben sich auch auf diesem Weg weiter­ent­wickeln können – gebaut aus Sand?
Mehr als 20 Kilometer weit erstreckt sich im Auyan-Tepui das unterirdische Labyrinth Imawarì Yeuta – das größte Höhlen­system, das in Quarz­gesteinen bislang entdeckt worden ist. Drei Flüsse ver­mischen sich hier in der Tiefe. Sie speisen spiegelnde, klare Seen, die über Millionen von Jahren hinweg in Finsternis lagen.

DER SCHWARM VON PALAU

Ein einmaliges Experi­men­tier­feld der Natur verbirgt sich im pazi­fischen Archi­pel von Palau. Aber­mil­lionen Quallen durch­kreuzen hier Salz­wasser­seen, die wie kleine Ozeane modell­haft die Regeln des ständigen Wandels in der belebten Welt offenbaren.
Ein See voll Gelee: Im »Ongeim‘l Tketau«, den Biologen seit Jahren regel­mäßig erkunden, ver­sammeln sich zu­weilen mehr als 30 Millionen Medusen im Sonnen­licht unter dem Wasser­spiegel. Ihr Nessel­gift ist für Menschen kaum spürbar – für Ruder­fuß­krebse, die Nahrungs­quelle der Quallen, hingegen tödlich.
Zehn Geschichten erzählen in Bis an den Rand der Welt vom Aufbruch ins Unge­wisse, von der Suche nach Erkennt­nissen und von neuen Ent­deck­ungen. Denn je genauer wir hin­schauen, desto klarer wird uns: Wir wissen nur wenig von unserer Heimat im All, der Erde – und über das Leben, das sie ermöglicht
Von den Polen bis in die Tropen, von 7000 Metern Höhe im Himalaya bis in die Tiefsee, 1000 Meter unter den Wellen: In „Bis an den Rand der Welt“ sind zehn spannende Expe­di­tions­reportagen nachzulesen, die uns die Zusammen­hänge dieser besonderen Natur­räume näher bringen und ver­deutlichen, warum wir sie schützen müssen.

Spannende Expeditions­reportagen und spekta­kuläre Natur­fotografie

Begeben Sie sich auf eine beein­druckende Reise um die Welt, mit bild­ge­waltigen Foto­grafien von Stefen Chow, Christoph Gerigk, Esther Horvath, Kirsten und Joachim Jakobsen, Tim Laman, George Stein­metz, Robbie Shone und Christian Ziegler.

Eine Entdeckungsreise der Neuzeit – die zeigt, warum es sich lohnt, der Neugier zu folgen

Bis an den Rand der Welt

Hardcover, Pappband, 256 Seiten, 24,0 x 30,0 cm / ISBN: 978-3-7913-8008-7 / Erscheint am 18. Oktober 2023 / € 49,00 [D] inkl. MwSt./ € 50,40 [A] | CHF 64,00 * (* empf. VK-Preis)

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Veröffentlicht am 25.09.2026
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