Wie der Black Friday mit falschen Deals lockt

Viele Unternehmen werben Ende November mit besonderen Rabatten. Aber sind die Produkte wirklich günstiger?

Jedes Jahr, immer am Tag nach dem US-ame­ri­ka­nischen Feier­tag Thanks­giving, findet der Black Friday statt.
Dieses Mal am 25. November.

In den USA eröffnen große Geschäfte oft schon ab Mitter­nacht, werben mit Preis­sen­kungen von bis zu 70-80 Prozent.

Den Namen hat mut­maßlich die Polizei Phi­l­a­del­phias in den 1960er Jahren erfunden. Viele Menschen nutzten den Brü­cken­tag zum Ein­kau­fen. Die Folge: Chaos auf den Straßen und ein schwarzer Tag für die Polizei.

Auch heute bricht immer wieder Chaos aus. Menschen streiten sich um limitierte An­ge­bote, es kommt zu Hand­ge­men­gen und Prü­ge­leien.

Zum Beispiel 2013 in einem Walmart in Los Angeles: Da sprühte eine Frau mit Pfef­fer­spray um sich, um als Erste an eine ver­bil­li­gte Xbox zu kommen.

Für den Handel lohnt sich das Spektakel: Etwa 180 Milliarden US-Dollar Umsatz macht der Einzel- und Onlinehandel während Black Friday und der Folgetage. Auch in Deutschland bringt der Black Friday Milliardenumsätze.

Die Angebote sind oft limitiert. Von Rabatten erstmal in die Läden gelockt, kaufen die Leute dann auch nicht rabattierte Dinge.

Eine britische Studie trackte ein Jahr lang, wie sich Preise von Produkten im Internet ent­wi­ckel­ten: 99 Prozent wurden an anderen Tagen im Jahr günstiger angeboten als am Black Friday.

Viele Webseiten nutzen Countdowns, die zei­gen, wie lange ein Deal noch verfügbar ist oder wie viele Produkte noch auf Lager sind. Doch diese Angaben müssen laut Ver­brau­cher­schutz nicht stimmen.

Fake Shops werben an Black Friday mit be­son­ders hohen Rabatten, kassieren das Geld, liefern aber keine Ware. Der Ver­brau­cher­schutz warnt daher zu be­son­derer Vorsicht, wenn man auf unbekannten Seiten einkauft.

Wer richtig Geld und Ressourcen sparen möchte, der bleibt am Black Friday also am besten Zuhause. So entgeht man auch der Gefahr, am Xbox-Regal mit Pfef­fer­spray eingenebelt zu werden.

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Veröffentlicht am 23.11.2022
Credits

Creative Direction: Jan Schwochow
Grafik und Animation: Jina Bae
Text & Research: Frederik Seeler

Quellen
  1. 016 Tipps für die Schnäppchenjagd bei Rabatt-Aktionen im Online-Handelhttps://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/onlinehandel/6-tipps-fuer-die-schnaeppchenjagd-bei-rabattaktionen-im-onlinehandel-37835
  2. 02Black Friday, Cyber Monday – Schnäppchen oder Abzocke?https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/pressemeldungen/verbraucherzentrale/black-friday-cyber-monday-schnaeppchen-oder-abzocke-67308
  3. 03Top 15 shopping tips for Black Fridayhttps://www.which.co.uk/reviews/black-friday/article/top-15-shopping-tips-for-black-friday-deals-agwOd5D4LCzw
  4. 0478 Black Friday Statistics You Must Read: 2021/2022 Market Share & Data Analysishttps://financesonline.com/black-friday-statistics/
  5. 05The single best day to score great deals may not be Black Fridayhttps://www.cnbc.com/2018/11/21/black-friday-isnt-the-best-day-for-deals.html
  6. 06Wal-Mart shoppers hit by pepper spray describe chaoshttps://www.latimes.com/archives/la-xpm-2011-nov-25-la-fiw-wal-mart-chaos-20111126-story.html
  7. 07FOTOS: Getty Imageshttps://www.gettyimages.de/
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