
Wie Janua aus alten Bäumen zeitlose Möbel schafft
Christian Seisenberger, gelernter Tischler, gründete Janua vor 20 Jahren. Sein Ziel: aus dem Holz alter Riesen Möbel mit Seele schaffen, statt bloß Tische.
Handgefertigte Holzmöbel in Zeiten von Laminat und Spanplatte? Undenkbar. Doch aus der Nische wurde eine Manufaktur mit über 200 Händlern weltweit.
250 Jahre Wachstum, gestoppt vom Sturm. Diese Eiche aus Pocking begann ihr Leben, bevor es die Vereinigten Staaten überhaupt gab.
Vier Meter lang, über zwei Meter dick: Der Baumriese liegt fein aufgeschnitten im Lager. Architekten bewerben sich um seine Scheiben, doch noch fehlt der würdige Entwurf.
Marc Obermeier war Koch, bevor Holz seine Bestimmung wurde. Zwei Wochen bleibt jede Tischplatte bei ihm, bis Räuchern, Schleifen und Ölen sie vollenden.
Mit dem Bunsenbrenner nähert sich der Köhler der Platte, bis das Holz knistert und sich biegt. Über Nacht streckt es sich von selbst wieder plan.
Ohne den Holzhandwerker Stefan Knopp gäbe es Janua wahrscheinlich nicht. Sein Denken prägt bis heute jede Platte, die den Betrieb verlässt.
Beim Butterfly-Tisch bestehen Platte aus zwei Teilen, deren Maserung sich spiegelt. Nur das Metallgestell bleibt gleich, Oberfläche und Struktur variieren.
Was einst niemand brauchte, exportiert Janua heute rund um den Globus. Über 200 Händler führen die Möbel, jedes Stück auf Maß gefertigt.