Ein Schatz, aber auch eine Last

Die Immobilien der Kirchen- und Pfründestiftungen im Erzbistum München und Freising

Im Jahr 2021 zählte die Erz­diö­zese Mün­chen und Frei­sing 1,6 Millionen Kir­chen­mit­glie­der. Davon waren 924.000 Steuer­zahlende.

Die Zahl der Mitglieder wird nach Schätz­ungen bis 2035 um 400.000 auf insgesamt 1,2 Millionen sinken. Gründe dafür sind Kirchen­austritte, ein Rück­gang der Taufen und demo­grafische Ent­wicklungen. Von den 1,2 Millionen Mitgliedern werden nur noch 728.000 Steuerzahlende sein.

In rund 40 Jahren werden sich die Zahlen voraus­sichtlich halbieren: So werden es im Jahr 2060 nur noch rund 450.000 Steuer­zahlende sein, von ins­gesamt 800.000 Mit­gliedern. Das stellt die Erz­diözese vor enorme finanzielle Heraus­forderungen.

Die Entwicklung der Kirchen­steuer­ein­nahmen der Erz­diö­zese in den letzten 12 Jahren ver­zeichnet zwar einen Anstieg, …

… der inflations­bereinigte Anstieg der Kirchen­steuer­ein­nahmen war jedoch gering. Aufgrund der Kirchen­austritts­zahlen und der demo­gra­fischen Ent­wicklung werden die Steuer­einnahmen voraus­sichtlich weiter zurückgehen.

Die Erträge sind in den letzten Jahren lang­sam angestiegen.

Die Auf­wendungen werden in den kom­menden Jahren die Erträge über­steigen. Ein Grund dafür…

Die Kirchen- und Pfründestiftungen im Erzbistum sind im Besitz von ca. 7.000 Immo­bilien, von denen rund 4.000 als Kirchen und Ka­pellen, Pfarr­heime und Pfarr­häuser für pasto­rale Auf­gaben genutzt werden.

Bei den pastoral genutzten Immobilien handelt es sich um 734 Pfarr­kirchen, 645 Filial­kirchen und 294 Neben­kirchen, …

143 Kapellen, …

84 Pfarrhäuser, 556 Pfarrheime und weitere Einrichtungen.

Kirchliche Immo­bilien sind ein Schatz, aber auch eine Last: Instand­haltung, Reno­vierung und Betrieb über­steigen die finan­ziellen Möglich­keiten, insbe­sondere mit Blick auf die sinkenden Einnahmen.

Deshalb muss geprüft werden, welche Gebäude erhalten werden sollen oder wie eine alternative Nutzung aussehen kann.

Was könnte beispiels­weise mit Pfarr­heimen oder Pfarr­häusern passieren: Ver­mietung an kom­mu­nale Träger zu Zwecken der Bildung und Betreu­ung, Schaffung von Wohn­raum für Familien und ältere Menschen, Um­wid­mung in ein kulturelles Zentrum?

Lassen Sie uns ge­mein­sam über­legen, wie wir im Erzbistum eine trag­fähige Immo­bilien­strategie ent­wickeln. Damit diese auch künftig ein Schatz für Gene­ra­ti­onen bleiben.

Die Darstellung der pastoral genutzten Gebäude auf der Land­karte zeigt schema­tisch die Quantität dieser und erhebt keinen An­spruch auf Tages­aktualität (Stand: Juli 2023).

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Erzdiözese.

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Veröffentlicht am 28.09.2026
Credits

Grafik und Animation: Schwochow Visual Stories GmbH
Text: Stabsstelle Kommunikation, Erzbischöfliches Ordinariat München

Quellen
  1. 01Schwochow Visual Stories GmbHhttps://www.schwochow.de
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