Logistik zwischen Klimadruck und Machbarkeit

Erste globale Umfrage zu nachhaltiger Logistik zeigt Lücken bei Technologie und Anpassung

Logistik bewegt jedes Produkt und verursacht rund 11 % der weltweiten CO2-Emissionen.


Für die erste Global Sustainable Logistics Survey der Kühne Logistics University wurden 1.085 Fachleute aus 64 Ländern befragt.

Das Ergebnis: Anbieter und Nutzer von Logistik sind sich erstaunlich einig. Routenoptimierung, digitale Koordination und operative Effizienz sind weit verbreitet. Sie sparen Geld und senken zugleich Emissionen.

Die größte Lücke klafft bei kohlenstoffarmen Technologien. Alternative Kraftstoffe, Ladeinfrastruktur und Schiene gelten als sehr wirksam, kommen aber kaum zum Einsatz. Entscheidend ist die Machbarkeit, nicht der Wille.

Die Hürden sind hoher Kapitalbedarf, fehlende politische Maßnahmen, Geografie und der nötige Umbau von Lieferketten. Ladenetze, Terminals und Schienen wachsen langsamer als effiziente Fahrzeuge und neue Kraftstoffe.

Ein Engpass droht.

Auch Know-how fehlt:

Gleichzeitig wächst der Druck durch den Klimawandel:

Größtes Risiko ist extreme Hitze, gefolgt von Stürmen und Wasserknappheit. Am verwundbarsten sind Straßengüterverkehr, Seefracht und Binnenschifffahrt.

Die gute Nachricht:

Die Autoren fordern die Politik zum Handeln auf:

Genehmigungen beschleunigen, Ziele für die Verkehrsverlagerung setzen und in Terminals und Korridore investieren. Zudem gehöre die Logistik sichtbar in nationale Anpassungspläne.

Unternehmen sollen investieren, bevor das Gesetz es verlangt, ihre Nachfrage in Einkaufsallianzen bündeln und ihr Personal schulen. Die Umfrage wird während der UN-Dekade für nachhaltigen Verkehr bis 2035 jährlich wiederholt.

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Veröffentlicht am 13.10.2026
Quellen

„GSLS Kurzbericht 2026 KLU KCC DE"

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