
Ein Tag voller goldener Sonnenuntergänge, alter Festungstürme und salziger Seeluft
Kaum angekommen, zeigt uns die Sonne, wer hier der eigentliche Regisseur ist. Meer wie flüssiges Gold, Berge auf Instagram-Modus. Wir stehen nur daneben und klatschen innerlich.
Das Städtchen klebt am Hang wie ein Haufen bunter Legosteine, die jemand liebevoll hingeworfen hat. Wir keuchen hoch, die Mauer hält tapfer, das Meer glitzert spöttisch tief unter uns.
Zweiter Blick, gleiche Begeisterung. Die Häuser stapeln sich golden den Hügel hoch, das Meer spiegelt brav mit. Wir fragen uns, ob Nafpaktos eigentlich einen Fotografen fest engagiert hat.
Mitten im Wasser steht ein alter Wehrturm, obendrauf ein Baum wie eine schiefe Frisur. Abendsonne taucht alles in Gold, wir überlegen kurz, auszuwandern und Turmwächter zu werden.
Das Video fängt den letzten Moment ein, bevor wir selbst wie die Sonne untergehen. Nafpaktos hat gewonnen, wir sind geschlagen, aber glücklich erschöpft. Morgen wieder, heute reicht's.