
Eine Geschichte von Leidenschaft, Sturz und Wiederaufstehen
Olli steht mitten in der Gruppe, grün-gelbes Trikot, Helm in der Hand. Um ihn herum Bäume, Gelächter, die Vorfreude auf die nächste Tour. Hier beginnt alles: im Miteinander, das aus Radfahren mehr macht als Sport.
Konzentrierte Gesichter, Kopfsteinpflaster unter den Reifen, Zuschauer am Rand. Olli fährt mit anderen, die dasselbe Fieber haben. Jeder Tritt in die Pedale ein Band, das sie alle verbindet.
Col du Grand-Colombier, blauer Himmel, Sonne im Gesicht. Olli lacht, als hätte er gerade die Welt erobert. Manchmal braucht es niemanden außer sich selbst und den Berg, der einen herausfordert.
Abend über der Altstadt, die Kirche leuchtet gegen den dunklen Himmel. Olli, Helm noch auf, blickt in die Kamera. Das Rad ist kein Hobby mehr, es ist tägliches Ritual geworden.
Dann die Zäsur. Olli liegt im Krankenhausbett, Kabel und Geräte um ihn herum. Der Blick geht nach oben, ruhig, geduldig. Ein schwerer Sturz, der alles infrage stellt, was bisher selbstverständlich war.
Im Krankenhaus sitzt Olli wieder, lächelt, eine Decke über den Knien. Kein großer Auftritt, aber ein wichtiger Moment: der Weg zurück hat begonnen, Schritt für Schritt, Tag für Tag.
Gestreiftes Trikot, grünes Rad, strahlendes Gesicht mitten in der Menge einer Radveranstaltung. Olli hat es zurückgeschafft, auf den Sattel, in die Gemeinschaft, ins Leben, das er liebt.
Timmelsjoch, 2509 Meter, ein Schild voller Aufkleber aus aller Welt. Das schwarze Rennrad lehnt bereit. Olli muss immer höher hinaus, das war schon immer sein Antrieb, und wird es bleiben.