Flughafen Tempelhof

Am 8. Oktober 1923 ging der Flughafen Berlin-Tempelhof als einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands in Betrieb. 85 Jahre später wurde der geschichtsträchtige Flughafen geschlossen. Heute befindet sich hier der größten Freizeitpark der Hauptstadt.

Am 8.Oktober 1923 wurde auf dem Tempel­hofer Feld in Berlin ein Flug­hafen eröffnet. Die Geschichte des Flug­hafens Tempel­hof ist auch ein Spiegel­bild der Geschichte Berlins.

1884

Ende des 19. Jahrhunderts war Tempel­hof noch ein Dorf außer­halb der Stadt. Das Tempel­hofer Feld diente der preußischen Armee als Exerzier, Parade- und Übungs­platz. Bereits in den 1880er Jahren gab es in der Armee eine Luft­schiffer-Abteilung, die hier Ballone und Luft­schiffe testete und aufstiegen ließ. Anfang des 20. Jahr­hunderts gab es zahl­reiche Flug­vor­führungen, unter anderem die der Gebrüder Wright, die vom 4. bis 20. Sep­tember 1909 auf dem Feld bei Demons­trations­flügen neue Flug­rekorde aufstellten.

1925

Die Geschichte des Flug­hafens Tempel­hof begann 1922, als auf Betreiben des Stadt­baurats Leonhard Adler und auf Kosten der Firmen Junkers und Aero Lloyd am Nordrand des Tempel­hofer Feldes ein Stück Land planiert wurde. Offiziell eröffnet wurde der Flughafen am 8. Oktober 1923. Damals gab es noch keine Start- und Lande­bahnen. Die Flug­zeuge starteten und landeten auf einer planierten Wiese – in die Richtung, aus welcher der Wind kam.

1934

In den 30er Jahren übertrifft das Verkehrs­auf­kommen des alten Tempel­hofer Flughafens bereits jenes der Flug­häfen London und Paris. 1934 finden in Tempel­hof 59.198 Starts und Landungen statt.

1936

1934 entwirft Ernst Sagebiel im Auftrag Hitlers den Neu­bau des Flug­hafens – der seiner­zeit modernste Flug­hafen und mit 1,23 km Länge das bis dahin größte Gebäude der Welt. Erst­malig gibt es getrennte Funktions­ebenen für Ankunft, Abflug, Post- und Fracht­verkehr. Der Bau beginnt 1936, das Jahr in welchem Berlin auch die Olympischen Spiele austrug.

1948/1949 Luftbrücke

Am 2. Juli 1945 über­nehmen die ameri­kanischen Alliierten den Flug­hafen Tempel­hof und richten hier den „Tempel­hof Central Airport“ ein. Vom 26. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 landen hier während der sowje­tischen Ver­sor­gungs­blockade die sogenannten „Rosinen­bomber“ auf dem Flug­hafen Tempel­hof, sowie den Flug­feldern Tegel und Gatow. Zeit­weise treffen die Ver­sor­gungs­flug­zeuge im 90-Sekunden-Takt ein.

2008

Nachdem 1996 der Ausbau des Flug­hafens Berlin-Schöne­feld zum Groß­flughafen Berlin-Branden­burg Inter­national be­schlos­sen wurde, wird der Flug­verkehr in Tempel­hof am 31. Oktober 2008 eingestellt.

2023

Seit 2008 wird die Fläche des ehe­maligen Flug­hafen offiziell Tempel­hofer Feld genannt. Das riesige Gelände dient den Berlinern nun als als Park und Freizeit­fläche. Hier können sich die Berliner austoben. Nahezu alle Wün­sche zur Freizeit­ge­stal­tung werden hier erfüllt.

Sie wollen das Tempelhofer Feld besuchen?

→ Hier finden sie alle weiteren Informationen.

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Veröffentlicht am 06.10.2023
Credits

Text: Jan Schwochow
3D-Grafik/Illustration: Schwochow Visual Stories GmbH
Grafik und Animation: Jan Schwochow
Produktion: Schwochow Visual Stories GmbH

Quellen
  1. 01Schwochow Visual Stories GmbHhttps://www.schwochow.de
Kontakt
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