
Wer täglich mit dem Tod zu tun hat, braucht die richtige Einstellung zum Leben – ein Besuch.
"Menschen trauern auf ganz unterschiedliche Weise", sagt Martin Rupprecht, der technische Leiter des Hauses auf dem Friedhof Huckelriede.
Die meisten Angehörigen seien sehr aufgelöst. Aber es gebe auch Gruppen, die zum Abschied singen und tanzen, erzählt er.
Eine Verbrennung in dem bis zu 1000 Grad heißen Ofen dauere 60 bis 70 Minuten, je nach Gewicht und Körperbau.
Nach der Verbrennung und Wartezeit in der Ausbrenn- und Kühlkammer ist zu sehen, was von einem physischen Leben übrig bleibt: Knochenstücke oder Erinnerungen an medizinische Eingriffe.
Künstliche Gelenke und Schrauben werden per Hand und mithilfe eines Magneten aussortiert.
Heute liegt die Einäscherungsquote im Krematorium auf dem Friedhof in Huckelriede bei fast 84 Prozent.
Im vergangenen Jahr wurden dort rund 4500 Verstorbene eingeäschert.
Das Krematorium in Huckelriede bietet auch öffentliche Führungen an. Ihr Interesse ist geweckt?