Besuch in Grasberg

Hinter den Kulissen einer Cannabis-Plantage

Der Standort der Cannabis-Plantage des Vereins wurde bisher geheim gehalten.

Foto: Christian Kosak

Versteckt in Grasberg betreibt ein Verein eine legale Plantage. Der Blick hinter die Türen zeigt, wie aufwendig der neue Cannabis-Alltag ist. Zehn Kameras und ein hoher Zaun sichern das Gelände.

Das Cannabisgesetz hat Anbauvereinigungen möglich gemacht. CannaPlanet aus Lilienthal versorgt auf dieser Basis mehr als 130 Mitglieder.

Der Weg führt durch eine Luftschleuse, mit Plastiksocken und Laborkittel. Ziel: Schimmel, Ungeziefer und Verunreinigungen draußen halten.

Wasser, Luft und Nährstoffe werden vollautomatisch gesteuert. Jeder Raum soll am Ende fünf bis sieben Kilo Ertrag bringen.

300.000 bis 400.000 Euro hat der Verein investiert. Schwieriger als die Technik war lange die Suche nach einem Grundstück und die Genehmigung.

Die Produkte dürfen für Minderjährige nicht einmal sichtbar sein. An Menschen unter 21 gibt der Verein gar nichts ab, auch weil der THC-Gehalt der Sorten zu hoch schwankt.

Der Vorsitzende sagt offen: Cannabis könne süchtig machen, wie Alkohol und Zigaretten auch. Auffällige Mitglieder sollen an die Diakonie verwiesen werden.

Bolok sieht den größten Vorteil in kontrollierter Ware ohne fragwürdige Zusätze. Studien zeigen aber bisher: Der Schwarzmarkt ist durch Anbauvereine kaum kleiner geworden.

Gewinn machen darf der Verein nicht – für den Gründer zählt vor allem, dass der Job ihm endlich Spaß macht.

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Veröffentlicht am 21.10.2026
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