
Lloydpassage leergefischt
Nach 35 Jahren schließt die – nach dem Sylter Unternehmer benannte – Gosch-Filiale in Bremen. Am Samstag ist der letzte Verkaufstag, am Sonntag ist der Stand dicht.
Ein bisschen Glanz vom Sylter Eiland in einer überdachten Bremer Straße: Seit 1991 gab es in der Lloydpassage einen Ort, wo Fisch, Pasta und Salate auf Kundschaft warteten.
Außerdem war die Gosch-Filiale ein Ort, wo das Konsumieren insbesondere von Weißwein auch um 12 Uhr mittags als durchaus normal und salonfähig durchging.
Stammgäste und Mitarbeiter blicken wehmütig auf die gemeinsame Zeit zurück.
Ute Kelck ist seit 35 Jahren Stammkundin in der Bremer Filiale. "Das ist ein Treffpunkt für meine Familie", berichtet sie. "Das ihr jetzt weggeht? Das kann ich gar nicht verstehen!"
Zarah Daraei war neun Jahre Verkäuferin bei Gosch. "Ich bin sehr sehr traurig", sagt sie im Hinblick darauf, dass die Filiale schließt.
Auch andere Kunden zeigen sich wehmütig: "Ich war gerne bei Gosch. Der Fisch ist gut gewesen und hat sehr gut geschmeckt."
Grund für die Schließung seien die umfangreichen Umbauarbeiten des Galeria-Gebäudes, heißt es auf zwei großen Plakaten an den Seiten des Verkaufstresens.
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