
Strategien für den Heimweg
Immer wieder umsehen, den Schlüssel fest in der Hand: Viele Frauen fühlen sich nachts in Bremen unsicher. Der WESER-KURIER hat darüber mit Passantinnen gesprochen.
Jasmin Rhazani (23) tut so, als würde sie telefonieren und spielt vor, dass jemand in der Nähe bereits auf sie wartet.
"Falls ich mich bedroht fühle, habe ich immer meinen Schlüssel zwischen meinen Händen, um mich zu wehren", berichtet Mare Mischendahl (20).
"Nachts, dunkel, raus – will ich eigentlich gar nicht mehr. Weil ich mich nicht traue, alleine", sagt Nicole Schindler (58), die das Thema sichtlich berührt.
"Wenn ich alleine bin, rufe ich immer meinen Freund an", berichtet Dwi Lestari (31).
Schnell gehen und ein Haarspray dabeihaben ist die Strategie von Regina Noelte. "Das würde ich in die Augen sprühen, wenn mich jemand überfällt", sagt die 70-Jährige.
Was die Frauen noch alles tun, um sich sicherer zu fühlen – und was die Polizei dazu sagt: