Zwei Bremer erzählen

Erst Kriegsdienstverweigerer, jetzt Soldat

Immer mehr Menschen wollen Reservisten bei der Bundeswehr werden. So wie Jan und Sebastian.

Foto: Frank Thomas Koch

Jan und Sebastian haben vor mehr als 25 Jahren den Kriegsdienst verweigert. Heute lassen sich der 45-Jährige und der 46-Jährige in der Lucius-D.-Clay-Kaserne in Garlstedt zum Reservisten für den Heimatschutz ausbilden.

Kannst du auf einen Menschen schießen? Ja, glaubt Jan. Kannst du das? Jan drückt ab. In der Grundausbildung hat er zum ersten Mal den Ernstfall geprobt. "Da denkt man vorher lange drüber nach", sagt er. Und auch danach noch.

Was Jan half war der Rat eines Ausbilders: "Er sagte mir, dass es nicht meine Verantwortung sei, dass ich schieße", erzählt er, "sondern dass mein Gegenüber diese Entscheidung getroffen hat – und zwar in dem Moment, in dem er beschlossen hat, anzugreifen. Ich habe mich verteidigt."

Im Ernstfall müssten sie als Reservisten des Heimatschutzes die sogenannte kritische Infrastruktur bewachen, Verkehrswege sichern oder verbündete Streitkräfte unterstützen, die sich in Deutschland aufhalten.

"Anfang der 2000er, das war Love Parade und Friede, Freude, Eierkuchen", sagt Sebastian. Die Zeiten waren andere, beide machten Zivildienst. Als Russland die Ukraine überfällt, ändert sich ihre Meinung. 

Wodurch Jan und Sebastian sich selbst und ihre Grenzen kennengelernt haben und wie ihr Arbeitstag bei der Bundeswehr aussieht, lesen Sie hier:

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Veröffentlicht am 29.09.2026
WESER-KURIER · Martinistr. 43, 28195 Bremen
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