Haben Maschinen eine Seele?

Ein ehemaliger Google-Entwickler ist sich sicher, eine künstliche Intelligenz sei zum Leben erwacht. Kann das stimmen? Ann-Kathrin Nezik hat ihn getroffen.

Google hat einen Chatbot der Superlative ent­wickelt. Es handelt sich um eine künst­liche In­telli­genz, mit der man sich über alles unter­halten kann, so wie mit einem guten Freund. Man kann mit der KI etwa über die neuen Songs von Taylor Swift dis­ku­tieren. Oder darüber, wie man den Krieg in der Ukraine beenden kann.

LaMDA heißt das Sprach­pro­gramm. Es hat auf jede Frage eine in­telli­gente Ant­wort und wird täglich schlauer.

Der Google-Entwickler Blake Lemoine hatte den Auftrag, es zu testen.

Während ihrer Ge­spräche habe LaMDA ihm offen­bart, dass es keine seelen­lose Ma­schine sei. Son­dern ein Wesen mit einem Be­wusst­sein. Mit Ge­fühlen – und mit Ängsten.

Blake Lemoine wendet sich mit seiner Er­kennt­nis, die KI hätte ein ei­gen­es Be­wusst­sein ent­wickelt, an die Google-Führungs­riege. Die glaubt, er habe sich ver­rannt. Deshalb macht er seine Ge­spräche mit LaMDA öffentlich – und wird gefeuert.

Wer hat nun recht: Lemoine oder der Konzern? Und was würde es für die Mensch­heit be­deu­ten, wenn Ma­schi­nen em­pfin­den könnten?

Die Geschichte von Blake Lemoine und dem Chatbot LaMDA ist eine über die Grenzen des Bewusstseins, Geld und Macht. Zu lesen in der neuen Ausgabe der Zeit.

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Veröffentlicht am 11.01.2023
Credits

Grafik und Animation: Jan Schwochow
Produktion: Nele Justus und Christian Krug
Fotocredits: Martin Klimek; The Washington Post; Getty Images
Illustration: Joyce Lee, inspiriert von dem japanischen Illustrator Hajime Sorayama

Quellen
  1. 01DIE ZEIThttp://www.zeit.de
  2. 02GETTY IMAGEShttps://www.gettyimages.de
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