Der Berliner Kinder- und Jugendpsychiater Jakob Hein erklärt, wie wichtig Sprechen ist – und warum manche Worte so mächtig sind, dass sie in Quarantäne müssen…
Jakob Hein, 51 Jahre alt, war Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Berliner Universitätskrankenhaus Charité, heute arbeitet er vor allem als Kinder- und Jugendpsychiater in Berlin.
Herr Hein, die Pandemie bedeutete viel Stille und Vereinzelung: Kann man das Reden verlernen?
Warum ist Sprechen so mächtig?
Aber Reden allein hilft nicht bei jedem psychischen Leid, oder?
Ersetzt die Therapie den Verlust der Religion?
Prinz Harry beschreibt in seinem Buch, wie er seinen Penis eincremt, und der Geruch der Creme erinnert ihn an seine Mutter. Hat diese Art von Offenbarung etwas Gutes?
Wann sind Worte gefährlich? Welche Notizen macht sich ein Psychotherapeut über seine Patientin? Und was erlebt man, wenn man die Urne von Sigmund Freud in London besucht?
Text: Antonia Baum, Gabriel Proedl, Tilman Rammstedt, Britta Stuff, Elisabeth von Thadden
Foto: Susanne Schleyer
TITEL-Illustration: Sébastien Thibault für DIE ZEIT
Grafik und Animation: Jan Schwochow
Produktion: Nele Justus, Christian Krug, Johannes Mitterer