Wir haben Schriftsteller gefragt, wie sie sich ein Leben nach dem Tod vorstellen. Ihre Auskünfte sind tröstlich
Es hat alles mit einem Tweet begonnen. Mit dieser schönen, überraschenden Frage, die der Bestatter Julian Heigel auf Twitter gestellt hatte: »Worauf freuen Sie sich nach dem Tod?« Die ZEIT hat diese Frage an Schriftsteller geschickt.
Geradezu euphorisch antwortet die Schriftstellerin Mithu Sanyal, 52, die in Düsseldorf geborene Tochter einer polnischen Mutter und eines indischen Vaters, die in ihrem Roman Identitti ein herrliches Verwirrspiel um unseren heutigen Kampf um Identitäten inszeniert hat.
Karl Ove Knausgård ist mit einem Buch namens Sterben ein Weltstar der Literatur geworden. In seinen jüngst auf Deutsch erschienenen Romanen Morgenstern und Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit ist die Vision der Abschaffung des Todes die tragende Idee. Er sagt: »Heute ist mir der Tod voll kommen egal.« Vielleicht hängt das mit einem Erlebnis zusammen, das geschah, als er 17 war.
Text: Volker Weidermann
Fotos: Paul Rousteau; Michael Althaus/KNA, Edmond Terakopian/eyevine/ddp, TomasWüthrich/13Photo, Katrin Binner/laif
Titelbild: Caspar David Friedrich, »Mondaufgang am Meer«, 1822, Nationalgalerie Berlin/bpk
Grafik und Animation: Anton Delchmann
Produktion: Christian Krug, Johannes Mitterer, Frederik Seeler