Sollen CSU und Linke abgeschafft werden?

Die Koalition hat ein neues Wahlrecht beschlossen. Der Demokratie droht großer Schaden. Wie konnte das passieren?

Dass das Wahlrecht reformiert werden muss, damit der Bundestag nicht immer größer wird, bestreitet niemand. Statt der ursprünglich vorgesehenen 598 zogen zuletzt 736 Parla­mentarier in den Reichstag.

Künftig hätte das Parlament noch weiter anwachsen können.

Mit der Wahlrechtsreform sollen aber in Zukunft nie mehr als 630 Parla­mentarier im Bundestag sitzen.

Die Ampel hat damit den tiefgreifendsten Umbau des Wahlrechts seit Gründung der Republik beschlossen.

Ein Detail des Gesetzes­entwurfes sorgt bei vielen für Wut: die Abschaffung der Grund­mandats­klausel. Manche bezeichnen das als »Anschlag auf die Demokratie«.

Die Grundmandats­klausel besagt, dass eine Partei, die mindestens drei Direkt­mandate gewinnt, selbst dann in den Bundes­tag einziehen kann, wenn sie die Fünf-Prozent-Hürde verfehlt.

Profitiert hat davon bisher die Linkspartei, die immer stabil drei Direktmandate erzielte. Es gibt Modelle, die vorhersagen, dass auch die CSU durch die neue Regelung nicht mehr in den Bundestag kommen könnte.

Wird damit die Opposition verkleinert oder direkt aus dem Bundestag heraus­katapultiert?

Warum die Reform am Ende trotzdem ein Geschenk für die CSU ist und welche Rolle das Bundes­verfassungs­gericht spielen könnte, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ZEIT.

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Veröffentlicht am 25.09.2026
Credits

Text: Heinrich Wefing, Tina Hildebrandt und Robert Pausch
Illustration: Sina Giesecke und Mario Mensch für DIE ZEIT
Titelillustration: Liam Eisenberg für DIE ZEIT
Grafik und Animation: Jan Schwochow
Produktion: Nele Justus, Christian Krug, Frederik Seeler

Quellen
  1. 01DIE ZEIThttps://www.zeit.de/2023/13/wahlrechtsreform-bundestag-ampel-koalition-csu-linke?wt_cc3=01w0011k0904inhemanew2303f%7bmid%7d&utm_medium=email&utm_source=zbrief&utm_campaign=scrolly_zb_header&utm_content=01w0011k0904inhemanew2303f%7bmid%7d&wt_zmc=emanew.Int.zabo.zbrief.scrolly_zb_header.x
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