Naturnahes Gärtnern hilft der Artenvielfalt und ist ein nachhaltiges Erlebnis für die Menschen selbst. Der ZEIT liegt ein Tütchen Samen bei, mit denen man ein kleines Biotop erschaffen kann. Machen Sie mit!
Es ist alles andere als egal, was in Deutschland geschieht – für den Planeten und die heimische Natur. Wichtig ist, im Kleinen für die Umwelt zu kämpfen. Doch wo anfangen? Auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten. An Orten eben, wo sich in Kästen, Kübeln und im Erdreich das Versprechen auf Leben zeigt, wo sich etwas pflanzen lässt.
Also dachten wir hier bei der ZEIT: Helfen wir doch ein bisschen nach und machen ein Angebot. Dieser Ausgabe liegt – in einem Folder im Inneren der Zeitung – eine Samentüte bei. Unsere wissenschaftlichen Partner haben speziell für uns zwei Mischungen entwickelt, eine mit Wildpflanzen und eine mit Feldblumen.
Sie sind so ausgewählt, dass besonders viele Kleintiere auf dem neu begrünten Stückchen Erde Nahrung und Zuflucht finden. Es kann ein Anfang sein für mehr, am Ende sogar einer für einen bunten, wilden Naturgarten, wo bisher nur ein Mensch mit Rasenmäher oder der Mähroboter seine einsamen Runden drehte.
Unser achtköpfiger Expertenrat vom Staudengärtner bis zur Gartenarchitektin, vom Ökologieforscher bis zur Naturschutzprofessorin hat bei der Auswahl der Samen mitdiskutiert. In der ZEIT erzählen sie, worauf es ihnen beim Gärtnern ankommt.
»Entscheidend ist, dass man der Natur ein bisschen Freiraum lässt«, sagt Steffen Pauls. Er empfiehlt den Rasen immer nur teilweise zu mähen. So könne sich eine Wiese entwickeln, die bis spät in den Sommer blüht. Es ›fleucht und kreucht‹ darauf vor Tagfaltern, Schwebfliegen, Hummeln und anderen Wildbienen, Heuschrecken, Käfern, so Pauls.
Natascha Meuser schlägt vor: »Gärtnern Sie zusammen mit Ihren Kindern! Wenn die ersten Triebe und Blüten zu sehen sind, erfahren die Kinder, wie wunderbar es ist, etwas aus eigener Hand wachsen zu sehen.«
In den nächsten Wochen werden wir über viele Ideen und Variationen für den Garten schreiben – und natürlich auch über die Erfahrungen, die Leserinnen und Redakteure mit ihren eigenen Versuchen machen. Wir berichten in der ZEIT, auf ZEIT ONLINE und vor allem in unserem »Green-Newsletter«, der jeden Samstag eine extra Ausgabe zum grünen Gärtnern verschickt.
Die Samentüte in der aktuellen ZEIT reicht mindestens für einen Quadratmeter. Weil schon kleine Flächen eine große Wirkung haben, trägt unser Projekt den Titel »Ein Quadratmeter für eine grünere Welt«.
Also – haben Sie Lust?
Wollen Sie sich uns anschließen und als Hobbygärtnerin etwas verändern oder als Nicht-Gärtner etwas Neues beginnen? In der aktuellen ZEIT erklären Experten und Redakteure, wie man die Samenmischung in die Erde bringt, wie sich Bienen und Vögel füttern lassen und wie der Garten die Menschen Geduld und Demut lehrt.
Text: Uwe Jean Heuser, Sophie Neukam, Jens Jessen
Fotos: action press; Klaus Pichler/Anzenberger; SRU; Universität Freiburg; Bernd Bauerochse: Thomas Raupach; Peter Kiefer; Anja Jahn/ISOE; Paul Philipp; Senckenberg Gesellschaft
Illustration: Justin Metz und Thomke Meyer für DIE ZEIT
Titelcomposing: Beate Pietrek und Andrea Drewes für DIE ZEIT
Grafik und Animation: Jan Schwochow
Produktion: Frederik Seeler, Nele Justus, Christian Krug